Welche Plattform zu Ihrer Ware passt, welche Ausstattung Sie zuerst brauchen und eine Checkliste für die erste Woche mit Bestellungen.
Aktualisiert am 10. Oktober 2026

Bevor Sie anfangen
Welche Plattform zu Ihrer Ware passt, welche Ausstattung Sie zuerst brauchen und eine Checkliste für die erste Woche mit Bestellungen.
Zum Start reicht, was Sie schon haben: ein Handy, ein Tisch und etwas Ware. Geld geben Sie erst aus, wenn Bestellungen kommen, und die erste Ausstattung bleibt klein.
Für die ersten zehn Bestellungen brauchen Sie eine Plattform, die zu Ihrer Ware passt, ein paar Verpackungsmaterialien und eine Routine, mit der jedes Paket pünktlich rausgeht.
Ausstattung dafür
Die Produkte aus diesem Ratgeber, mit üblichen Preisen in Euro.
Thermoetiketten 100 × 150 mm, Rolle mit 250 Stück
Auf einem Rollenhalter oder im Drucker mit eigenem Rollenfach bleibt ein voller Schreibtisch frei. Jedes Etikett kostet etwa 4 bis 6 Cent, etwas mehr als Leporello.
Üblicher Preis9 € bis 15 €
Bei Amazon ansehenPhomemo Thermo-Etikettendrucker
Er passt auf ein Regalbrett und druckt dieselben 100 × 150 mm großen Etiketten wie die größeren Modelle. Wenn Sie später wechseln, können Sie Ihren Etikettenvorrat weiterverwenden.
Üblicher Preis60 € bis 95 €
Bei Amazon ansehenDigitale Paketwaage 30 kg
Sie deckt alle Alltagspakete bis 30 kg ab. Nehmen Sie diese Waage, wenn keine Ihrer Sendungen schwerer wird.
Üblicher Preis30 € bis 45 €
Bei Amazon ansehenLuftpolstertaschen braun, D/4 (180 × 265 mm), 100 Stück
Genug Polster für einen Lippenstift, eine kleine Figur oder ein versiegeltes Booster-Pack, ohne Karton zum Falten.
Üblicher Preis15 € bis 28 €
Bei Amazon ansehenDer Ratgeber
Jeder Schritt in der Reihenfolge, in der Sie ihn brauchen.
Die Plattform zur Ware wählen
Gebrauchte Kleidung passt zu Vinted, wo Käufer nach Mode stöbern. Sammlerstücke, Elektronik und fast alles andere laufen auf eBay, Möbel und Sperriges zum Abholen auf Kleinanzeigen. Handgemachtes passt zu Etsy, Sammelkarten verkaufen sich auch live auf Whatnot gut.
Fangen Sie auf einer Plattform an. Lernen Sie deren Angebote, Versandoptionen und Käufergewohnheiten kennen, bevor eine zweite dazukommt.
Gebühren auf der Plattform selbst prüfen
Jede Plattform rechnet anders ab, und die Gebühren ändern sich. Manche belasten den Verkäufer, manche schlagen eine Gebühr beim Käufer auf, manche tun beides. Lesen Sie die aktuelle Gebührenseite, bevor Sie den ersten Preis festlegen.
Rechnen Sie aus, was Ihnen bei einem typischen Verkauf nach Gebühren und Versand bleibt. Ist die Zahl zu klein, lohnt sich der Artikel noch nicht.
Die erste Ausstattung
Für die ersten Bestellungen reichen Polsterumschläge oder Papierversandtaschen für Kleidung. Eine Paketwaage bis 30 kg erspart das Raten, in welche Größe ein Paket fällt.
Auf Vinted und bei Kleinanzeigen kommt der Versandschein mit dem Verkauf, und viele Paketshops scannen einen Code vom Handy. Ein Thermodrucker für Etiketten im Format 100 × 150 mm lohnt sich, wenn Sie mehrmals pro Woche für Plattformen verschicken, die ein gedrucktes Etikett verlangen.
Mit dem fotografieren, was Sie haben
Ihre Handykamera reicht. Fotografieren Sie am Fenster bei Tageslicht vor einer schlichten Wand oder einem Laken: Vorderseite, Rückseite, Etikett und jeden Mangel.
Zeigen Sie Mängel auf den Fotos. Das kostet ab und zu einen Verkauf, spart aber Rücksendungen von Käufern, die sagen, der Artikel entspreche nicht der Beschreibung.
Der Ware eine Ecke geben
Ein Regal oder eine Kiste für Ware, eines für Verpackung und eine freie Fläche zum Packen. Geben Sie jedem Artikel eine Nummer und schreiben Sie sie ins Angebot, dann finden Sie ihn nach dem Verkauf sofort.
Ziehen Sie erst in einen größeren Raum um, wenn die Ecke überquillt, und behalten Sie dieselben drei Bereiche für Ware, Verpackung und Packen.
Ab wann es ein Gewerbe wird
Das Finanzamt unterscheidet zwischen dem Ausmisten eigener Sachen und dem Einkauf zum Weiterverkauf. Gebrauchte Alltagsgegenstände aus Ihrem Haushalt bleiben steuerfrei. Kaufen Sie regelmäßig Ware ein, um sie mit Gewinn zu verkaufen, melden Sie ein Gewerbe an.
Ab 30 Verkäufen oder 2.000 € pro Plattform und Jahr meldet die Plattform Ihre Daten nach DAC7 an das Bundeszentralamt für Steuern. Führen Sie vom ersten Tag an eine einfache Liste, was Sie bezahlt und wofür Sie verkauft haben.
Checkliste
Gehen Sie sie vor jedem Versand durch.
- 1Eine Plattform wählen, die zu Ihrer Ware passt
- 2Die aktuelle Gebührenseite dieser Plattform lesen
- 3Die ersten zehn Artikel mit Tageslichtfotos einstellen
- 4Eine Packung Versandtaschen und eine Paketwaage kaufen
- 5Jeden Artikel nummerieren und die Nummer ins Angebot schreiben
- 6Eine einfache Liste für Kosten und Verkäufe anlegen
Setups
Komplette Ausstattungen für eine bestimmte Art von Verkäufer, mit Kosten und Aufbauplan.
Fragen
Direkte Antworten auf die Fragen, die Verkäufer stellen.
Was kostet der Start mit dem Verkaufen von zu Hause?
Am Anfang reichen eine Packung Versandtaschen und eine Paketwaage. Ein Thermodrucker lohnt sich, sobald regelmäßig Bestellungen kommen.
Welche Plattform eignet sich für Einsteiger?
Die, die zu Ihrer Ware passt. Kleidung läuft auf Vinted, die meisten anderen Artikel auf eBay, Sperriges zum Abholen auf Kleinanzeigen, Handgemachtes auf Etsy.
Brauche ich zum Start einen Etikettendrucker?
Nein. Drucken Sie anfangs auf Papier und kleben Sie es auf. Ein Thermodrucker lohnt sich, wenn das Etikettieren Ihre Abende frisst.
Muss ich Verkäufe im Internet versteuern?
Der Verkauf gebrauchter Sachen aus dem eigenen Haushalt ist steuerfrei. Wer regelmäßig zum Weiterverkauf einkauft, braucht ein Gewerbe, und als Kleinunternehmer nach § 19 UStG weisen Sie bis 25.000 € Vorjahresumsatz keine Umsatzsteuer aus.
Wie lege ich die Preise für die ersten Artikel fest?
Suchen Sie auf Ihrer Plattform verkaufte Angebote desselben Artikels und setzen Sie den Preis in die Mitte. Passen Sie nach einer Woche an, wenn sich nichts bewegt.
Kann ich auf mehreren Plattformen gleichzeitig verkaufen?
Ja. Fangen Sie trotzdem mit einer an: Wer parallel einstellt, verkauft leicht denselben Artikel zweimal.













