# QuickBooks

> Buchhaltungssoftware von Intuit, gebaut für britisches und US-Steuerrecht.

- Buchhaltung, Preis-Leistungs-Tipp
- Plattformen: eBay, Vinted, Etsy, Depop, TikTok Shop, Whatnot
- Bestellungen pro Woche: 0–2000
- Not yet checked by a person

QuickBooks ist auf Großbritannien, die USA und einige weitere Länder ausgelegt. ELSTER, EÜR und deutsche Umsatzsteuer-Voranmeldung haben wir darin nicht gefunden. Für ein Gewerbe in Deutschland nehmen Sie eine Software mit deutschem Angebot, etwa Sage.

## QuickBooks und Deutschland

Intuit verkauft QuickBooks vor allem in Großbritannien, den USA und Kanada. Die Funktionen für Steuererklärungen folgen den Regeln dieser Länder.

Englische Vergleiche nennen QuickBooks oft unter den großen Namen. Sie beziehen sich auf diese Märkte und sagen wenig über Ihre Lage in Deutschland.

Ob Intuit ein Angebot für Deutschland führt, prüfen Sie auf der Website von Intuit, bevor Sie ein Konto anlegen.

## Falls Sie schon Daten in QuickBooks haben

Exportieren Sie Hauptbuch, gestellte Rechnungen und abgeglichene Kontoauszüge. Legen Sie sie in einem datierten Ordner ab, nicht im E-Mail-Postfach.

Diese Dateien sind Belege für die betroffenen Jahre. Das Finanzamt kann sie über Jahre hinweg anfordern.

Wechseln Sie zum 1. Januar statt mitten im Jahr, damit ein Geschäftsjahr nicht in zwei Programmen liegt.

## Die Aufzeichnungen eines kleinen Gewerbes

Die Einnahmenliste führt jede Zahlung auf: Datum, Käufer oder Plattform, Betrag, Zahlungsart, Rechnungsnummer.

Für den Wareneinkauf halten Sie jeden Kauf mit Beleg fest, vom Flohmarkt bis zum Großhändler.

Aus beiden Listen erstellen Sie am Jahresende die Einnahmenüberschussrechnung und reichen sie über ELSTER ein.

## Sage, Xero oder FreeAgent

Sage hat eine deutsche Website mit Software für kleine Unternehmen.

Xero ist auf englischsprachige Steuerregeln ausgelegt, eine deutsche Steuerlogik haben wir dort nicht gefunden.

FreeAgent arbeitet nur für Großbritannien. Von den drei passt Sage am ehesten zu einem Gewerbe in Deutschland.

## E-Rechnung im Blick behalten

Seit 2025 müssen Unternehmen in Deutschland elektronische Rechnungen empfangen können, auch Kleinunternehmer. Die Fristen für das Ausstellen stehen beim Bundesfinanzministerium.

Verkaufen Sie vor allem an Privatleute auf Vinted oder Kleinanzeigen, stellen Sie kaum Rechnungen an Firmen aus. Rechnungen Ihrer Lieferanten müssen Sie trotzdem annehmen können.

Wählen Sie eine Software, die E-Rechnungen lesen kann, und fragen Sie Ihren Verpackungslieferanten, in welchem Format er Rechnungen schickt.

## Häufige Fehler

- Eine britische QuickBooks-Anleitung befolgen, deren Steuerregeln in Deutschland nicht gelten.
- Exporte aus einem alten QuickBooks-Konto löschen, obwohl sie noch als Belege dienen.
- Mitten im Jahr die Software wechseln und Monate von Hand nachtragen.
- Ein Konto in einer Ländervariante anlegen, die weder ELSTER noch die deutsche Umsatzsteuer kennt.
- Die E-Rechnung ignorieren, weil Ihre Käufer Privatleute sind.

## Fragen

### Gibt es QuickBooks für Deutschland?

Wir haben kein deutsches Angebot mit ELSTER und EÜR gefunden. Prüfen Sie den aktuellen Stand auf der Website von Intuit.

### Kann ich die britische Version aus Deutschland nutzen?

Sie ist für die britische Steuerbehörde gebaut und kennt weder ELSTER noch die deutsche Umsatzsteuer. Für ein Gewerbe in Deutschland ist das keine sinnvolle Wahl.

### Welche Alternative passt?

Sage hat ein deutsches Angebot. Es gibt auch deutsche Anbieter. Vergleichen Sie EÜR, ELSTER-Anbindung und E-Rechnung.

### Was mache ich mit alten Daten?

Bewahren Sie die Exporte als Belege auf, nach Geschäftsjahr sortiert.

### Reicht eine Tabelle?

Am Anfang ja, wenn Einnahmen und Einkäufe sauber geführt sind. Eine Software lohnt sich, sobald E-Rechnungen und viele Belege dazukommen.

### Brauche ich als Privatverkäufer überhaupt Buchhaltung?

Gelegentliche Verkäufe aus dem Privatbesitz sind kein Gewerbe. Erreichen Sie 30 Verkäufe oder 2.000 € in einem Jahr, melden die Plattformen Ihre Daten aber an das Bundeszentralamt für Steuern.
